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Wirtschaftsprüfung & Private Equity? Vertrauen ist die relevante Währung - Warum die Debatte um Fremdbesitz weit über eine Branchenfrage hinausgeht – ein Standpunkt von Marc Tüngler

Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW), Düsseldorf

Die Diskussion um Beteiligungen von Private-Equity-Investoren an Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften wirkt auf den ersten Blick wie ein Spezialthema für Berufsrechtler, Aufsichtsbehörden und Brancheninsider. Tatsächlich geht es jedoch um deutlich mehr. Es geht um das Fundament funktionierender Kapitalmärkte. Es geht um Vertrauen. Und es geht um die Frage, ob wir bereit sind, zentrale Kontrollinstanzen unserer Wirtschaftsordnung zunehmend unter Renditegesichtspunkten zu organisieren. Gerade in Deutschland sollte diese Diskussion mit besonderer Sensibilität geführt werden. Die Erfahrungen aus dem Wirecard-Skandal wirken bis heute nach. Der Fall hat nicht nur Milliarden vernichtet, sondern auch das Vertrauen vieler Anleger in Kontrollmechanismen nachhaltig erschüttert. Wirtschaftsprüfer stehen deshalb stärker denn je im Fokus. Sie sind eben keine gewöhnlichen Dienstleister. Sie erfüllen eine zentrale Vertrauensfunktion im Wirtschaftssystem.

Inhalt

I. Unabhängige Kontrollinstanzen notwendig
II. Wirtschaftsprüfer in einer besonderen Position
III. Die Gefahr schleichender Interessenkonflikte
IV. Wer kontrolliert?
V. Qualität braucht Langfristigkeit
VI. Deutschland verschärft aktuell die Regeln für Steuerberater
VII. Politik fokussiert auf Unabhängigkeit
VIII. Wirecard bleibt ein Warnsignal
IX. Vertrauen ist der eigentliche Standortfaktor
X. Fazit

Den vollständigen Artikel finden Sie im Archiv der BOARD 3/2026.

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