Burkhard Wagner, Geschäftsführer, Argon & Co Deutschland GmbH; Martin Geißler, Partner Solutions & Analytics, Argon & Co Deutschland GmbH
Drei Jahrzehnte lang war die Logik des deutschen Erfolgs so klar wie erfolgreich: mechatronische Exzellenz, industrielle Präzision, saubere Prozesse und globaler Markt. Kaum irgendwo zeigte sich diese Formel deutlicher als in der Automobilindustrie, die weit über ihre eigene Wertschöpfung hinaus zur tragenden Struktur der deutschen Wirtschaft wurde. Doch der neue Standortradar 2025/26 zeigt: Dieses Modell stößt an seine Grenzen. Deutschland erlebt keinen normalen Abschwung, sondern einen Strukturbruch. Der Transformationsdruck auf die größten börsennotierten Unternehmen des Landes steigt weiter an, und erstmals ist die Regulatorik mit 36 % Anteil am Gesamtdruck der größte Belastungsfaktor – noch vor Struktur- und Lohnkosten. Gleichzeitig sinkt die Innovationskraft weiter. Die durchschnittliche F&E-Quote der 100 größten börsennotierten deutschen Unternehmen liegt nur noch bei 4,2 % des Umsatzes. In den USA liegt sie bei 8,5 % – also etwa doppelt so hoch.
Inhalt
I. Die Zeitenwende erreicht die Aufsichtsräte
II. Die Effizienz-Falle: Optimierung statt echter Erneuerung
III. Der Innovations-Graben: Deutschland verliert den Anschluss
IV. Das Ende des Mechatronik-Zeitalters
V. Architektur schlägt Einzelteil: Die Lektion aus China
VI. Kapitalallokation entsprechend anpassen
VII. Regulatorik wird zum strategischen Problem
VIII. Vertikalisierung und Integration als Chance
IX. Die Zukunft Deutschlands dreht sich um Industrielle Intelligenz
X. Klare Positionierung für Transformation
XI. Methodik
XII. Fazit
Den vollständigen Artikel finden Sie im Archiv der BOARD 2/2026.