Vorstand

Rückschritte bei der Chancengleichheit - Frauenanteil an der Spitze großer Börsenunternehmen stagniert

Prof. Dr. Anja Seng, Präsidentin FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e. V., Berlin; Monika Schulz-Strelow, Projektleitung Studien, Gründungspräsidentin FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e. V., Berlin

Der Anstieg des Frauenanteils in den Vorständen und Aufsichtsräten der führenden Börsenunternehmen in Deutschland ist gestoppt. Während bereits im Jahr 2024 der Anstieg der Zahl der Frauen in den Kontrollgremien stagnierte, ist nun auch Stillstand auf der Vorstandsebene zu beobachten. Das ergibt der zum Jahresende aktualisierte Women-on-Board-Index (WoB-Index) von FidAR mit Stand 1. Januar 2026. Insgesamt sank der durchschnittliche Frauenanteil in den Vorständen auf 19,2 Prozent und liegt unter dem Spitzenwert aus dem Januar 2025 (20,6 %). In den Aufsichtsgremien der derzeit 182 im DAX, MDAX und SDAX sowie der im Regulierten Markt notierten, paritätisch mitbestimmten Unternehmen stagniert der Frauenanteil bei 37,1 Prozent (Januar 2025: 37,3 %). Die Rückschritte ziehen sich durch alle Segmente der von FidAR untersuchten Indizes DAX, MDAX und SDAX und gelten auch für die im Regulierten Markt notierten, paritätisch mitbestimmten Unternehmen. Die Zahl der Frauen, die 2025 aus den Unternehmensvorständen ausschieden, lag erstmals seit Jahren über der Anzahl der neu in die Vorstände bestellten Vorständinnen.

Inhalt

I. DAX-40 keine Treiber mehr

II. Mindestbeteiligungsgebot erfüllt

III. Gesetzliche Vorgaben wirken

IV. Es braucht mehr gesetzlichen Druck

V. Mehr Unternehmen einbeziehen

VI. Fazit

Den vollständigen Artikel finden Sie im Archiv der BOARD 1/2026.

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