Patrick Zbinden, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Law & Economics der Universität St. Gallen, St. Gallen; Prof. Dr. Michèle Sutter-Rüdisser, Unabhängige Verwaltungsrätin verschiedener Unternehmen und Direktorin am Institut für Law & Economics der Universität St. Gallen, St. Gallen
Die Akzeptanz des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Board-Arbeit 1stellt einen wichtigen, bislang jedoch wenig beachteten Aspekt der Corporate Governance Forschung dar. Ihre Relevanz ergibt sich aus der zentralen Legitimitätsfunktion, die Boards gegenüber der organisationalen Umwelt erfüllen. Der vorliegende Beitrag fasst die Ergebnisse einer von den Autoren an der Universität St. Gallen durchgeführten Studie zusammen, die sich von technik-, rechts- und nutzenorientierten Perspektiven abgrenzt und sich auf die gesellschaftliche Akzeptanz von KI in der Board-Arbeit konzentriert. Unterschieden werden dabei zwei Perspektiven: der generelle Einsatz von KI sowie ein Extrembeispiel in Form eines KI-Board-Mitglieds, das trotz vereinzelter praktischer Umsetzung weiterhin als zukunftsgerichtetes Szenario zu betrachten ist. Methodisch basiert die Analyse auf einer Befragung von 110 Personen, mit der sowohl affektive Bewertungen 2 als auch inhaltliche Assoziationen erhoben und ausgewertet werden.
Inhalt
I. KI im Board-Kontext
1. Einsatzformen von KI auf Board-Ebene
2. Nutzen und Legitimität
II. Methodik: Erfassung gesellschaftlicher Akzeptanz
III. Ergebnisse
1. Affektive Grundhaltung gegenüber den untersuchten Stimuli
2. Clusteranalyse der Assoziationen
3. Ergänzende Analysen zum Zukunftsszenario eines KI-Board-Mitglieds
IV. Fazit: Diskussion und Implikationen
Den vollständigen Artikel finden Sie im Archiv der BOARD 1/2026.