Lexikon

  • Risiko-Management

    Aufgrund der Unsicherheit zukünftiger Entwicklungen ist jede unternehmerische Aktivität mit Chancen und Risiken verbunden. Um die das Unternehmen gefährdenden Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und damit den Fortbestand zu sichern, hat das Management eines Unternehmens ein Risiko-Managementsystem...

  • räuberischer Aktionär

    Als räuberische Aktionäre werden sog. Berufskläger bezeichnet, die eintragungspflichtige Hauptversammlungsbeschlüsse mit der Anfechtungs- oder Nichtigkeitsklage angreifen, um von den betroffenen Gesellschaften Zahlungen als Gegenleistung für die Rücknahme oder Nichterhebung der Klage zu erlangen....

  • Selbstbefreiung von Ad-hoc-Pflicht

    Unter einer Selbstbefreiung von der Ad-hoc-Pflicht ist nach § 15 Abs. 3 WpHG der ausnahmsweise Aufschub der Veröffentlichung einer Insiderinformation zu verstehen, wenn der Schutz der berechtigten Interessen des Emittenten die widerstreitenden Interessen des Kapitalmarktes an einer vollständigen und...

  • Selbstbeurteilung der Wirksamkeit des Aufsichtsrats (Effizienzprüfung)

    Der überarbeitete Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK 2019) empfiehlt in Abschnitt D.5 (Empfehlung D.13) eine regelmäßige Selbstbeurteilung der Wirksamkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat in der Erklärung zur Unternehmensführung berichten, ob und...

  • Sitzungsgeld

    Das Sitzungsgeld ist als Bestandteil der festen Vergütung für Aufsichtsratsmitglieder weit verbreitet und vergütet den tatsächlichen, mit der Teilnahme an Aufsichtsratssitzungen verbundenen Zeitaufwand. Vom Sitzungsgeld als echtem Entgelt sind Zahlungen zu unterscheiden, die lediglich den...

  • Stimmrechtsausschluss

    Nach § 108 Abs. 1 AktG entscheidet der Aufsichtsrat per Beschluss. Grundsätzlich steht jedem Mitglied des Gremiums das gleiche Stimmrecht zu. Dieses ist allerdings immer dann ausgeschlossen, wenn eine Interessenkollision des einzelnen Mitglieds droht. Eine solche Interessenkollision wird dann...

  • Sustainable Finance Taxonomie

    Die EU-Kommission hat im März 2018 auf Basis der Ziele des Pariser Klimaabkommens sowie der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ihren Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzsystem veröffentlicht. Dieser soll die Kapitalflüsse gezielt auf den Umbau hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft ausrichten. Über...

  • UMAG

    Das Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG) trat am 1. November 2005 in Kraft und ordnete insbesondere die Kontroll- und Anfechtungsrechte der Aktionäre neu. Ziel war einerseits die Stärkung der (minderheits-)Kontrollrechte und Schutz der Gesellschaft vor...

  • Unabhängigkeit (Prüfungsausschuss)

    Mit der Transformation bindender EU-Vorgaben (Art 41 der EU-Prüferrichtlinie: RL 2006/43/EG) durch das am 29.05.2009 in Kraft getretene BilMoG wurden erstmals gesetzliche Regelungen zur Einrichtung eines Prüfungsausschusses in das deutsche Gesellschaftsrecht aufgenommen. Richtet der Aufsichtsrat...

  • Vergütung (Vorstand)

    Die Festsetzung der Vergütung des Vorstandes ist eine der Aufgaben des Aufsichtsrates, die eng mit der Bestellung und Anstellung von Vorständen verbunden ist. Mit der Mannesmann-Entscheidung und dem VorstOG von 2005 sowie dem VorstAG von 2009 ist die Vergütung zu einem Gegenstand geworden, der stark...

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