Lexikon

  • räuberischer Aktionär

    Als räuberische Aktionäre werden sog. Berufskläger bezeichnet, die eintragungspflichtige Hauptversammlungsbeschlüsse mit der Anfechtungs- oder Nichtigkeitsklage angreifen, um von den betroffenen Gesellschaften Zahlungen als Gegenleistung für die Rücknahme oder Nichterhebung der Klage zu erlangen....

  • Selbstbefreiung von Ad-hoc-Pflicht

    Unter einer Selbstbefreiung von der Ad-hoc-Pflicht ist nach § 15 Abs. 3 WpHG der ausnahmsweise Aufschub der Veröffentlichung einer Insiderinformation zu verstehen, wenn der Schutz der berechtigten Interessen des Emittenten die widerstreitenden Interessen des Kapitalmarktes an einer vollständigen und...

  • Sitzungsgeld

    Das Sitzungsgeld ist als Bestandteil der festen Vergütung für Aufsichtsratsmitglieder weit verbreitet und vergütet den tatsächlichen, mit der Teilnahme an Aufsichtsratssitzungen verbundenen Zeitaufwand. Vom Sitzungsgeld als echtem Entgelt sind Zahlungen zu unterscheiden, die lediglich den...

  • Stimmrechtsausschluss

    Nach § 108 Abs. 1 AktG entscheidet der Aufsichtsrat per Beschluss. Grundsätzlich steht jedem Mitglied des Gremiums das gleiche Stimmrecht zu. Dieses ist allerdings immer dann ausgeschlossen, wenn eine Interessenkollision des einzelnen Mitglieds droht. Eine solche Interessenkollision wird dann...

  • UMAG

    Das Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG) trat am 1. November 2005 in Kraft und ordnete insbesondere die Kontroll- und Anfechtungsrechte der Aktionäre neu. Ziel war einerseits die Stärkung der (minderheits-)Kontrollrechte und Schutz der Gesellschaft vor...

  • Unabhängigkeit (Prüfungsausschuss)

    Mit der Transformation bindender EU-Vorgaben (Art 41 der EU-Prüferrichtlinie: RL 2006/43/EG) durch das am 29.05.2009 in Kraft getretene BilMoG wurden erstmals gesetzliche Regelungen zur Einrichtung eines Prüfungsausschusses in das deutsche Gesellschaftsrecht aufgenommen. Richtet der Aufsichtsrat...

  • Vergütung (Vorstand)

    Die Festsetzung der Vergütung des Vorstandes ist eine der Aufgaben des Aufsichtsrates, die eng mit der Bestellung und Anstellung von Vorständen verbunden ist. Mit der Mannesmann-Entscheidung und dem VorstOG von 2005 sowie dem VorstAG von 2009 ist die Vergütung zu einem Gegenstand geworden, der stark...

  • Vertretung (durch den Aufsichtsrat)

     

    Grundsätzlich obliegt die Leitung der Aktiengesellschaft gemäß § 76 Abs. 1 AktG dem Vorstand. In gewissen Konstellationen ordnet das Gesetz davon abweichend eine Vertretung der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat an, um eine Interessenkollision zwischen der Gesellschaft und dem...

  • VorstAG

    Das VorstAG führte 2009 zu einer Rundumerneuerung der rechtlichen Rahmenbedingungen der Vorstandsvergütung. Kernpunkte sind: Die Delegation des Beschlusses auf einen Ausschuss ist nicht mehr zulässig. Die Hauptversammlung kann konsultativ zum Vergütungssystem befragt werden. In börsennotierten...

  • Vorstandsvergütung

    Siehe Eintrag Vergütung (Vorstand)

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