Max Thümmel - Lehrstuhl Prof. Dauner-Lieb, Universität zu Köln

Einberufung (Aufsichtsrat)

Die Einberufung des Aufsichtsrats ist in § 110 AktG, welcher über § 52 Abs. 1 GmbHG auch für die GmbH gilt, gesetzlich geregelt, wenn auch nur unvollständig. Grundsätzlich obliegt die Einberufungskompetenz dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Erst wenn dieser nicht von seinem Recht Gebrauch macht, können nach § 110 Abs. 1 AktG einzelne Aufsichtsratsmitglieder oder der Vorstand der Gesellschaft eine Einberufung von diesem verlangen. Die Sitzung muss binnen zwei Wochen nach der Einberufung erfolgen (§ 110 Abs. 1 S. 2 AktG). Falls diesem Verlangen nicht nachgekommen wird, steht dem Antragsteller gemäß § 110 Abs. 2 AktG ein Selbsthilferecht zu. In § 110 Abs. 3 S. 1 AktG wird die Mindestzahl von zwei Sitzungen pro Kalenderhalbjahr festgelegt. In nichtbörsennotierten Gesellschaften ist eine Reduzierung auf eine Sitzung qua Aufsichtsratsbeschluss zulässig (§ 110 Abs. 3 S. 2 AktG).

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Kategorien

Aufsichtsratsmandat, Organisation, Haftung