Pressemitteilungen AdAR e.V.

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AdAR, ArMiD und FEA veröffentlichen Praxisleitfaden zur systematischen Aufsichtsratsbesetzung(19.6.2017)

- Praxisleitfaden unterstützt Aufsichtsräte, neue Kodexanforderungen zu erfüllen
- Systematische Besetzungsprozesse auf Basis klarer Kompetenzprofile
- Wahlvorschläge gegenüber der Hauptversammlung begründen
- Wiederwahl soll bei Überschreiten der Regelgrenze begründet werden

Köln/Düsseldorf/Frankfurt, 19.06.2017. Die drei Aufsichtsratsvereinigungen Arbeitskreis deutscher Aufsichtsrat e.V. (ADAR), Aufsichtsräte Mittelstand in Deutschland e.V. (ArMiD)  und die Financial Experts Association e.V. (FEA) haben heute einen Praxisleitfaden zur systematischen Aufsichtsratsbesetzung veröffentlicht. Die Aufsichtsratsvereinigungen halten einheitliche, systematische Qualitätsstandards für transparente Besetzungsprozesse von Aufsichtsräten für dringend geboten. Grundlage soll eine langfristige Nachfolgeplanung sein. Mit dem Positionspapier operationalisieren AdAR, ArMiD und FEA die Vorgaben der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex. Die Regierungskommission hatte mit ihren Vorschlägen zu Kodexänderungen 2017 die Empfehlungen zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4 DCGK deutlich weiter-entwickelt. Dies betrifft sowohl die Professionalisierung der Besetzungsprozesse als auch die Transparenz gegenüber den Aktionären der Gesellschaft. Die drei Vereinigungen begrüßen diesen Schritt ausdrücklich.

Aufsichtsratsvereinigungen empfehlen Abgleich von Soll- und Ist-Profilen

Konkret empfehlen AdAR, ArMiD und FEA die Entwicklung eines detaillierten Kompetenzprofils des Aufsichtsrats und einen regelmäßigen Vergleich der Soll- und der Ist-Profile der Aufsichtsräte auf Basis einer langfristigen Nachfolgeplanung. Dabei sollen Kandidaten in einem wettbewerblichen Prozess anhand von Anforderungsprofilen ausgewählt und mit einer daran orientierten Begründung der Hauptversammlung vorgeschlagen werden. Auch für die Wiederwahl von Aufsichtsräten empfehlen die Aufsichtsratsvereinigungen eine Begründung – sofern die vom Unternehmen festzulegende Regelgrenze der Zugehörigkeit oder die festgelegte Altersgrenze überschritten wird. Die Aktionäre sollen grundsätzlich dauerhaft und transparent auf der Website der Unternehmen über den Besetzungsprozess, die Anforderungsprofile und Aufsichtsratsprofile informiert werden. Darüber hinaus empfehlen AdAR, ArMiD und FEA die Einführung von „Staggered Boards“: Dieser regelbasierte Erneuerungsprozess erleichtert eine evolutorische Entwicklung von Aufsichtsgremien. Gleichzeitig vermeiden Aufsichtsräte mit einem „Staggered Board“, dass eine komplette Neuwahl des gesamten Gremiums die Kontinuität der Aufsichtsratsarbeit gefährdet. Nicht zuletzt schlagen die Aufsichtsratsvereinigungen regelmäßige Fortbildungsprogramme für die Aufsichtsräte vor. 


Das Positionspapier sowie ein exemplarisches Kompetenzprofil des Aufsichtsrats finden Sie im Anhang zur Pressemitteilung.

 

 

AdAR-Förderpreis (17.2.2017)

AdAR vergibt 2017 erstmalig den AdAR-Förderpreis. Mit dem ADAR-Förderpreis werden herausragende Abschlussarbeiten (Bachelor- und Masterstudiengänge), Dissertationen oder Monografien mit hoher Praxisrelevanz, die der Unterstützung und Weiterentwicklung aktueller Aufsichtsratsarbeit dienen, in Kooperation mit dem Bundesanzeiger Verlag als Medienpartner prämiert und deren Veröffentlichung gefördert.

2017 geht der erste AdAR-Förderpreis an Dr. Jan Baumann LL.M. für den Fachtitel „Die Rechte des einzelnen Aufsichtsratsmitglieds“. Das vorliegende Werk in Form einer Dissertation verbindet fundierte rechtswissenschaftliche Theorie mit praxisnahen Anforderungen der Aufsichtsratsarbeit.

Weitere Informationen zum AdAR-Förderpreis

 

 

AdAR-Imagebroschüre

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